Interviewer: Herr Berger, wie sind Sie zum Beruf des Bauern gekommen? Hr. Berger: Mein Vater war Bauer und vor ihm mein Großvater. Nachdem ich die Schule verlassen hatte, ging ich auf die Uni. Seit damals bin ich Bauer, insgesamt seit 23 Jahren. Interviewer: Und was hat sich seither verändert? Hr. Berger: Nun, meine Eltern hatten zum Beispiel eine Herde mit ca. 50 Kühen, und damals wurde das als ziemlich groß angesehen. Heute haben wir eine Herde mit 300 Milchkühen, 500 Schafen und 30 oder 40 Schweinen, außerdem noch Geflügel usw. Interviewer: Das ist also ein Mischbetrieb. Wo werden die Rinder, Schafe und Schweine verkauft? Werden sie hier vor Ort verkauft? Hr. Berger: Es wurde alles auf lokalen Märkten verkauft. Früher gab es sehr wenig Direktverkauf an die Schlachthöfe. Das ist wahrscheinlich die größte Veränderung, die im Laufe der letzten 15 Jahre stattgefunden hat. Supermärkte und große Gesellschaften haben die gesamte Kaufkraft übernommen und die Handelsspannen werden immer kleiner.