Lernziele
In dieser Lektion lernen und üben Sie Vokabular in Bezug auf Gesundheitsinformatik und Gesundheitsberatung.
Sie üben die folgenden Fertigkeiten und Funktionen:
- Einen Text lesen und Informationen gewinnen
- Schriftliche Informationen zusammenfassen
- Ein Bewerbungsschreiben verfassen
Die Grammatik und Rechtschreibung dieser Lektion deckt u. a. folgende Bereiche ab:
- Relativsätze und Relativpronomen
- Konjunktiv I und direkte Rede
- Präpositionen
Abschnitt 1: Gesundheitsinformatik
Als Vorbereitung auf die folgende Übung lesen Sie zuerst den Text.
Die moderne Disziplin der Gesundheitsinformatik ist noch relativ jung und die von vielen verschiedenen Gruppen in diesem Bereich geleistete Arbeit ist nicht immer gut koordiniert. Gesundheitsinformatik kann jedoch als Studium der Informations- und Kommunikationssysteme im Gesundheitswesen definiert werden und beschäftigt sich speziell mit Folgendem:
- Verständnis der grundlegenden Beschaffenheit dieser Informations- und Kommunikationssysteme und Beschreibung der sie formenden Prinzipien.
- Entwicklung von Eingriffen, welche die vorhandenen Informations- und Kommunikationssysteme verbessern können.
- Entwicklung von Methoden und Prinzipien zur Gestaltung solcher Eingriffe.
- Bewertung der Auswirkungen dieser Eingriffe auf die Art, wie Personen oder Organisationen arbeiten, oder auf das Ergebnis der Arbeit.
Zu den besonderen Spezialgebieten der Gesundheitsinformatik zählen die klinische Informatik, deren Hauptaugenmerk auf der Nutzung von Informationen zur Unterstützung der Patientenversorgung liegt, und die Bio-Informatik, die sich mit der Verwendung genomischer und andere biologischer Informationen beschäftigt.
Das moderne Gesundheitswesen sieht eine Krankheit nicht mehr isoliert; man versteht nun, dass eine Krankheit auf einer komplexen Systemebene auftritt. Eine Infektion ist nicht einfach das Ergebnis des Eindringens eines pathogenen Organismus, sondern die komplexe Interaktion des Immunsystems, des Ernährungszustandes, der Umwelt und der genetischer Struktur einer Person.
Die Herausforderungen für das Gesundheitswesen bestehen darin, rationale Strukturen für die Art zusammenzustellen, wie klinische Beweise zusammengeführt, kommuniziert und auf die Routine-Versorgung angewandt werden, und Organisationsprozesse und Strukturen zu entwickeln, welche die Ressourcen minimieren und den Nutzen maximieren. Die Rolle der Gesundheitsinformatik ist es, ein System zu entwickeln, das eine rationale Lösung für diese Herausforderungen liefert, und daher ist ihr Bereich riesig. Sie findet Anwendung beim Entwerfen von unterstützenden Systemen für die klinische Entscheidung und Verwaltung, bei der Entwicklung von computergesteuerten Hilfsmitteln in der Forschung und beim Studium des eigentlichen Wesens der Medizin - ihres Wissenskorpus.
Nun entscheiden Sie, welche der jeweiligen Aussagen die Richtige ist.
Ergänzen Sie die richtigen Wörter im Lückentext. Verwenden Sie dazu die Wörter oder Ausdrücke die zur Auswahl stehen.
- Forschung
- Herausforderungen
- Kenntnisse
- Krankheit
- Nutzen
- Ressourcen
- beschäftige
- entwickelt
- erreichen
- zusammenzuführen
Hören Sie sich die Sätze der vorigen Übung an und wiederholen Sie sie.
Erklärung:Der folgende (leicht veränderte) Satz aus dem Text ist ein Beispiel für die Verwendung von Relativsätzen bzw. Relativpronomen:
- Es wurde ein System entwickelt, das eine Lösung für diese Herausforderungen lieferte.
So können Sie zwei Sätze zu einem Satz verbinden.
Als Relativpronomen stehen Ihnen dabei grundsätzlich die Wörter „welcher“, „welche“, „welches“ und „der“, „die“, „das“ zur Verfügung.
Bilden Sie in der folgenden Übung aus zwei Sätzen immer einen und verwenden Sie dabei die Relativpronomen „der“, „die“ und „das“.
Als Vorbereitung auf die folgende Übung lesen Sie zuerst den Text.
Ein neues Computernetzwerk wird praktische Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken miteinander verbinden und so den gegenseitigen Austausch von Aufzeichnungen über Patienten erleichtern. Letzten Endes werden die Patienten dadurch die Möglichkeit erhalten, sich ihre eigenen Krankengeschichten von zuhause aus anzusehen. Krankengeschichten, Termine, Informationen über Rezepte sowie aktuelle Forschungsergebnisse in Bezug auf Krankheiten und Behandlungen werden für Patienten und Fachleute im Gesundheitswesen zugänglich sein, wann immer sie sie brauchen, um Entscheidungen zu treffen. Es wird strenge Zugangskontrollen geben es wird verschiedene Zugangsstufen geben, je nach Rolle in der Patientenversorgung. In der Vergangenheit wurden viele wichtige Patienteninformationen aufgeschrieben und abgelegt. In letzten Jahren wurden diese Informationen zum Teil auf den Computern einzelner Organisationen gespeichert und konnten nur von den Mitarbeitern der jeweiligen Organisation bearbeitet werden. Nun werden sie Teil eines Datendienstes, wo sie sicher gespeichert werden und nach Bedarf von den richtigen Leuten abgerufen werden können. Es wird sogar möglich sein, Röntgenbilder und Scans des Patienten abzurufen. Und es gibt noch weitere Vorteile. Die Patienten werden in der Lage sein, Zeit und Ort von Krankenhausterminen nach Bedarf auszuwählen. Und Rezepte können auch elektronisch vom praktischen Arzt an eine in der Nähe liegende Apotheke geschickt werden. Einen sicheren und entsprechenden Zugang zu Gesundheitsinformationen von beinahe 100 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ermöglichen, ist eine riesige und äußerst komplexe Aufgabe. Es wird zahlreiche Schwierigkeiten geben, aber Patienten, die Öffentlichkeit und die staatlichen Gesundheitssysteme werden zusammenarbeiten müssen, um diese wichtigen Änderungen durchzuführen.
Entscheiden Sie nun, ob die Aussage richtig oder falsch ist.
Ergänzen Sie die richtigen Wörter im Lückentext. Verwenden Sie dazu die Wörter oder Ausdrücke die zur Auswahl stehen.
- Aufgabe
- Aufzeichnungen
- Forschung
- Mitarbeitern
- Rezept
- Termin
- abgelegt
- gespeichert
- verbinden
- zugänglich
Hören Sie die Sätze aus der vorigen Übung und wiederholen Sie diese.
Vervollständigen Sie die Sätze mit den Wörtern aus A, B oder C.
Als Vorbereitung auf die folgende Übung lesen Sie zuerst den Text.
Marianne hat 20 Jahre Erfahrung als Krankenschwester und glaubt fest an die technische Unterstützung bei der Krankenpflege. Sie hilft dabei, die Kurse zu entwickeln, die die Leute brauchen, um neue IT-Systeme anwenden zu können. Eine Fahrt mit dem Taxi vor kurzem bestätigte ihre Überzeugung, dass IT für das Gesundheitswesen wirklich wichtig ist. Marianne erklärt: "Der Taxifahrer war ungewöhnlich gesprächig für 6.00 Uhr in der Früh und fragte mich, wohin ich an einem Montag zu dieser Zeit an einem Montag wollte. Ich sagte ihm, dass ich auf dem Weg nach Wien zu einem Workshop sei. Ich erklärte ihm, dass ich für die österreichischen Krankenkassen arbeite, und erzählte kurz über die Einführung der E-Card und des IT-Programms. Er verstand schnell, dass dies bedeutete, dass damit die Patienteninformationen orts- und zeitunabhängig auf Computern abrufbar sein würden.
"Das klingt großartig!", sagte er, "Meine Frau hat Asthma, und jedes Mal, wenn sie ins Krankenhaus muss, fragen sie nach ihrem Namen und ihrer Adresse usw. Und jedes Mal wollen sie wieder wissen, welche Medikamente sie nimmt. Man sollte doch annehmen können, dass sie das alles schon wissen, oder?"
"Und noch etwas", setzte er fort. "Auch andere Dinge könnten besser organisiert sein. Immer wieder werde immer darum gebeten, Röntgenbilder von einem Krankenhaus zu einem anderen zu bringen, weil Patienten verlegt worden sind. Manchmal dauert das ein paar Stunden. Beim Empfang sagen sie dann immer, dass ich sie in die Ablage legen soll und dass sie sich darum kümmern werden, wenn sie Zeit haben. Mit Mustern und all dem Zeug ist es nicht viel anders. Wer weiß, was all diese Taxis kosten; stellen Sie sich vor, die bekommen sogar einen Sonderpreis!"
Als wir am Bahnhof ankamen, merkte ich, dass der Fahrer zufällig ein paar wirklich gute Argumente dafür geliefert hatte, warum die E-Card und das IT-Programm die Dinge verbessern würden. Ich habe mich nicht getraut, ihm zu sagen, dass - Sonderpreis hin oder her - seine Tage als Röntgenbildfahrer gezählt waren."
Beantworten Sie nun die Fragen. Sie haben mehrere Antwortmöglichkeiten. Nur eine Antwort ist jedoch richtig.
Erklärung:Im Satz „Ich erklärte, dass ich für die österreichischen Krankenkassen arbeite.“ steht “arbeite” im Konjunktiv I. Dasselbe gilt für das Wort “sei” im Satz “Ich sagte ihm, dass ich auf dem Weg nach Wien sei.” Beide Sätze geben eine indirekte Rede wieder. Dabei wird im Deutschen der Konjunktiv I verwendet.
Verwandeln Sie in den folgenden Sätzen die direkte in die indirekte Rede.
Hören Sie die Sätze aus der vorigen Übung:
Vervollständigen Sie die Sätze mit der richtigen Präposition.
- an
- auf
- in
- ins
- um
- von
- über
Lesen Sie den Text und vervollständigen Sie die anschließende Zusammenfassung.
Karrieremöglichkeiten
Die Gesundheitsinformatik ist ein umfangreiches Gebiet, das Bereiche wie elektronisch-medizinische Aufzeichnungen, Zugang zu wissensbasierten Informationen und digitalen Bibliotheken, digitale Bildbearbeitungssysteme, die Telemedizin, klinische Entscheidungshilfen, die Gesundheitspolitik und Entscheidungsfindung sowie vieles andere mehr abdeckt. Dies bietet die Möglichkeit, in verschiedenen klinischen Umgebungen zu arbeiten, und dabei in Kontakt zu vielen Gesundheitsspezialisten zu treten und im Zentrum von Informationssystemen und Netzwerken in den Gesundheitsorganisationen zu sein. Die folgende Liste zählt Bereiche auf, in denen Gesundheitsinformatiker arbeiten können:
- Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen.
- Pharmaunternehmen.
- Unternehmen, die auf medizinische Software spezialisiert sind.
- Consulting-Unternehmen.
- Öffentliche Gesundheitsorganisationen.
- Staatliche und regierungsunabhängige Agenturen.
- Versicherungsgesellschaften.
Es steht fest, dass das Gebiet der Gesundheitsinformatik äußerst vielfältig ist, und die erforderlichen Fertigkeiten und das nötige Wissen von Aufgabe zu Aufgabe unterschiedlich sind. Für eine Karriere in der Gesundheitsinformatik sind nicht nur umfangreiche Programmiersprachenkenntnisse notwendig, sondern auch Kommunikationsfertigkeiten, Planungs- und Managementfertigkeiten sowie Kenntnisse der die Gesundheitsbranche.
Um in der Gesundheitsinformatik Fuß fassen zu können, ist normalerweise eine formelle Ausbildung nötig; ein klinischer Hintergrund ist dabei von Vorteil. Für Interessenten mit klinischer Erfahrung aber ohne IT-Fachkenntnisse oder EDV-Studium wird es am besten sein, ein Aufbaustudium in Gesundheitsinformatik zu belegen. Es stehen heute viele akademische Ausbildungsprogramme zur Verfügung. Angeboten werden kurze Kurse, aber auch akademische Programme mit Magister- und Doktoratsabschluss. Die Berufsbezeichnungen in der Gesundheitsinformatik sind sehr unterschiedlich; es gibt viele versteckte Möglichkeiten, sodass eine aktive Suche unerlässlich sein wird.
Füllen Sie im folgenden Text die Textlücken aus. Für jedes leere Feld gibt es nur eine richtige Antwort.
Hören Sie den Text aus der vorigen Übung:
Abschnitt 2: Gesundheitsberatung
Füllen Sie im folgenden Text die Textlücken aus. Für jedes leere Feld gibt es nur eine richtige Antwort.
Hören Sie die den Text aus der vorigen Übung:
Als Vorbereitung auf die folgende Übung lesen Sie zuerst den Text.
| Stellenausschreibung: | Gesundheitsinformatikerin / Gesundheitsinformatiker |
|---|---|
| Arbeitgeber: | GesundheitsSysteme GmbH |
| Gehalt €: | ausgezeichnet |
| Ort der Arbeit: | EU |
| Bewerbungsschluss: | offen |
Stellenbeschreibung:
Die Firma GesundheitsSysteme GmbH ist ein führendes Beratungsunternehmen für SV und IT-Unternehmen, die mit den SV zusammenarbeiten. Wir genießen den Ruf, ein professionelles, gut informiertes Beratungsunternehmen im Bereich Gesundheitsinformatik zu sein. Zu unseren Kunden zählen die SV, deren Lieferanten sowie Gesundheitsdienstleister auf dem privaten Sektor. Weiters besitzen wir ein ähnliches erfolgreiches Unternehmen in den USA.
Anforderungen:
- Ausgezeichnetes Wissen im Bereich Gesundheitsinformatik.
- Mindestens fünf Jahre Arbeitserfahrung auf dem Gebiet klinische Information entweder im SV-Bereich oder als Dienstleister.
- Ausgezeichnete zwischenmenschliche und Kommunikationsfertigkeiten.
- Gute Projektmanagementfertigkeiten.
- Die Fähigkeit, in einem multidisziplinären Team eigeninitiativ zu arbeiten.
Geeignete Bewerberinnen und Bewerber werden entweder vom Unternehmen angestellt oder arbeiten als selbstständige Partnerinnen und Partner.
Nun entscheiden Sie, welche der jeweiligen Aussagen die Richtige ist.
Wählen Sie die richtige Antwort.
Was bedeuten diese Abkürzungen? Schreiben Sie die vollständige (deutsche) Bezeichnung in das Feld.
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