Lernziele
In dieser Lektion lernen und üben Sie Vokabular in Bezug auf die Arbeitssuche.
Sie üben die folgenden Fertigkeiten und Funktionen:
- Einen Text lesen und Informationen gewinnen
- Einen Lebenslauf und ein Anschreiben verfassen
- Sich für das Vorstellungsgespräch vorbereiten
Die Grammatik und Rechtschreibung dieser Lektion deckt u. a. folgende Bereiche ab:
- Adjektive und Substantive
- Schreibung des scharfen s-Lautes ("ß" und "ss")
- Männliche und weibliche Endungen
- Präpositionen
Abschnitt 1: Allgemeine Übungen
Als Vorbereitung auf die folgende Übung lesen Sie zuerst den Text.
Wenn Sie sich eine Karriere aussuchen, benötigen Sie zunächst einmal Selbsterkenntnis. Dies bedeutet, Ihre Fertigkeiten und Werte sowie Ihre Interessen und Ihre Persönlichkeit zu kennen und Ihre Stärken und Schwächen zu analysieren. Sie werden sich auch überlegen müssen, was Sie von seiner Karriere erwarten. Anderen helfen? Prestige? Verantwortung oder keine Verantwortung?
Im zweiten Schritt sollten Sie Information darüber sammeln, welche Möglichkeiten Ihnen offen stehen. Einige Karrieren, wie die Physiotherapie, sind zwar ziemlich spezifisch, bieten aber vielleicht viele Möglichkeiten. Andere sind offener, wie zum Beispiel die Unternehmensführung. Es kann jedoch sein, dass die Nachfrage dafür zu gering ist, oder dass zu viele Leute dieselbe Arbeit suchen. Dann kommt der Moment der Wahrheit - Sie müssen eine Entscheidung treffen. An dieser Stelle ist es wichtig, mit Freunden, Familie und Tutoren zu sprechen. Viele Schulen bieten Berufsberatung an, die Ihnen dabei helfen kann, ein wenig Realität in Ihre Vorstellungen zu bringen. Wenn Sie die Gelegenheit haben, verbringen Sie Zeit mit jemandem, der schon in der Branche arbeitet, die Sie sich ausgesucht haben. Dies kann viel besser sein, als nur darüber zu lesen.
Und schließlich, nachdem Sie die Fachausbildung oder das Studium beendet haben, müssen Sie handeln. Zur Arbeitsplatzsuche gehört es, Informationen über Arbeitgeber und freie Stellen einzuholen, Ihren Lebenslauf zu schreiben, sich zu bewerben, eventuell psychometrische Tests zu machen und zu Vorstellungsgesprächen zu gehen.
Entscheiden Sie nun, ob die Aussage richtig oder falsch ist.
Nun hören Sie den Text aus der vorigen Übung:
Vervollständigen Sie die Sätze mit jeweils einem der folgenden Wörter.
- Vorstellungsgespräch
- beworben
- einholen
- etwa
- freie Stelle
- herausfinden
Abschnitt 2: Eignungsdiagnostische Verfahren
Als Vorbereitung auf die folgende Übung lesen Sie zuerst den Text.
Ob Sie an der Schule, an der Hochschule oder der Universität sind oder eine Arbeit suchen, früher oder später wird man Sie testen. Was man testet? Psychologen, Unternehmen und Personalvermittlungsagenturen verwenden eine große Batterie verschiedenster Tests. Es gibt natürlich den klassischen IQ-Test, aber in den letzten Jahren wurde außerdem eine riesige Auswahl an Tests entwickelt. Sie überprüfen die Kommunikationsfertigkeiten, die kreative Problemlösung, die emotionale Intelligenz, den Ehrgeiz, die mentale Stärke, die Aufrichtigkeit, die Feindseligkeit, die Führungsstärke, die Managementfertigkeiten, die Organisationsfertigkeiten, die Risikobereitschaft, den Selbstwert, die Kritikfähigkeit, die sozialen Fertigkeiten, die Teamorientierung usw. Und das ist nur eine kleine Auswahl. Seit zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten Intelligenztests auftauchten, wurden sie ständig diskutiert und kritisiert. Man warf ihnen vor, sie seien nicht objektiv, und man überlegte, dass niemand wirklich wisse, was ’Intelligenz’ sei und man sie daher nicht testen könne, obwohl ein Psychologe einfach sagte: „Intelligenz ist das, was von Intelligenztests gemessen wird“. Wie immer das auch ist, die Wahrheit ist, dass IQ-Tests, Persönlichkeitstests und Eignungstests auf der ganzen Welt verwendet werden und nicht verschwinden werden, sodass es am besten ist, herauszufinden, wie verschiedene Tests funktionieren, um sie üben zu können. Gut daran ist, dass Sie umso besser werden, je mehr Tests Sie machen!
Nun entscheiden Sie, welche der jeweiligen Aussagen die Richtige ist.
Vervollständigen Sie die folgenden Sätze.
Erklärung:Sind Ihnen im Text die Wörter ‘Aufrichtigkeit’, ’Ehrlichkeit’ usw. aufgefallen? Mithilfe der Nachsilbe ‘-keit’ ist es möglich, aus Eigenschaftswörtern Hauptwörter zu machen. Dasselbe funktioniert mit der Nachsilbe ’-heit’ - wie in ’Schönheit’.
Wandeln Sie die folgenden Eigenschaftswörter in Hauptwörter um und entscheiden Sie selbst, ob Sie dazu die Nachsilbe ’-keit’ oder ’-heit’ brauchen. (Achtung, manchmal verändert sich das Wort auch, wenn Sie eine Nachsilbe anhängen!)
Erklärung:Sicher kennen Sie den Buchstaben ‘ß’. Er kommt nur in der deutschen Schrift vor und man nennt ihn ‘scharfes ß’. Dieser Buchstabe wird wie ‘Doppel-s’ ausgesprochen, also wie zwei ‘s’ hintereinander: scharf und stimmlos. Geschrieben wird er nach lang ausgesprochenen Vokalen und Umlauten und nach Zwielauten bzw. Doppellauten (‘ei’, ‘au’, ‘eu’ usw.).
Hören Sie sich die folgenden Wörter an und entscheiden Sie, ob sie mit einem ’s’, mit zwei ‘s’ oder mit einem ‘ß’ geschrieben werden. Wiederholen Sie diese.
Ein typischer IQ-Test misst die sprachlichen, die mathematischen, die logischen und die räumlichen Fertigkeiten. Normalerweise umfasst ein Test viele so genannte Items und sowohl Schnelligkeit als auch Genauigkeit sind wichtig. Hier ist eine Auswahl von nur zehn Items eines Kurztests. Beachten Sie: Mit diesem Test üben Sie nicht nur Ihr Deutsch, sie erhalten auch einen Eindruck davon, welche Art von Fragen Sie bei einem Test erwarten. Und außerdem macht es Spaß - also nehmen Sie das Resultat nicht zu ernst!
Als Vorbereitung auf die folgende Übung lesen Sie zuerst den Text.
Sehbeeinträchtigungen stellen für die Entwickler von psychometrischen Tests eine besondere Herausforderung dar. Die meisten zur Verfügung stehenden Tests hängen von der Sehfähigkeit der Kandidaten ab, da diese Fragen lesen, Diagramme analysieren und Platzhalter auf Antwortblättern finden müssen. Arbeitgeber, die bei der Einstellung psychometrische Tests verwenden, müssen diese Tests für sehbeeinträchtigte Menschen überarbeiten, es sei denn, Natur und Form der Tests sind notwendig, um für die Aufgabe Relevantes zu beurteilen. Am besten entscheiden Arbeitgeber über die Durchführung von Tests bei sehbeeinträchtigten Kandidaten, nachdem sie mit diesen über ihre Bedürfnisse gesprochen haben. Vielleicht haben die Kandidaten bereits Erfahrung mit ähnlichen Tests und eine funktionierende Strategie, aber auf jeden Fall wissen sie am besten, wie sie mit gedruckten Materialien umgehen müssen und ob sie spezielle Ausrüstungsgegenstände brauchen. Braille stellt eine Möglichkeit der Testdurchführung dar, obwohl man dabei die Zeitlimits zumindest verdoppeln muss. Dabei dürfen die Arbeitgeber jedoch nicht vergessen, dass der erhöhte Zeitbedarf bei der Testung nicht unbedingt bedeutet, dass blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen auch bei der Arbeit langsamer sind. Einige Tests stehen in Großdruck zur Verfügung, während manche Kandidaten lieber mit Vergrößerungsgeräten, CCTV oder anderen technischen Hilfsmitteln arbeiten. Gibt es jemanden, der die Fragen vorliest oder die Antworten für den Kandidaten aufschreibt, so sollte dieser Assistent niemand sein, den der Kandidat bereits kennt; die beiden sollten einander aber vorher vorgestellt werden, und besprechen, welche Hilfe der Kandidat benötigt. Bei computerbasierten Tests können Schriftgröße, Bildschirmauflösung, Helligkeit und Kontrast verändert werden, was die Arbeit für sehbeeinträchtigte Menschen leichter macht.
Der Text aus Übung 6 wurde nicht geschlechtsneutral oder Gender-gerecht geschrieben. Das heißt, es wurden nur die herkömmlichen männlichen Endungen verwendet. Im modernen Deutsch versucht man, sowohl beim Schreiben als auch beim Sprechen männliche wie weibliche Endungen gleichermaßen zu verwenden. Man sagt also nicht nur ’Kandidat’, sondern ’Kandidat und Kandidatin’. Bilden Sie für die folgenden Singular- und Plural-Wörter jeweils die weibliche Form.
Manchmal gibt es für Wörter nicht eine männliche und eine weibliche Form. Dann kann man aber auf andere Wörter ausweichen. Suchen Sie aus der Liste jeweils die passende Umschreibung für das vorgegebene Wort.
Abschnitt 3: Lebensläufe verfassen
Als Vorbereitung auf die folgende Übung lesen Sie zuerst den Text.
Die am häufigsten verwendete Art des Lebenslaufs ist der chronologische Lebenslauf. Schreiben Sie Ihre schulische Bildung, Ihre Berufsausbildung und Ihre Arbeitserfahrung auf; achten Sie dabei auf die umgekehrte Reihenfolge, beginnen Sie also immer mit dem, was sie als letztes gemacht haben. Und erklären Sie etwaige Lücken. Wenn Sie über Ihre Vorkenntnisse schreiben, sagen Sie nicht einfach als was Sie gearbeitet haben, sondern beschreiben Sie auch Ihre Verantwortungsbereiche, Aufgaben und Erfolge. Lebensläufe gleichen einander nie. Bedenken Sie immer, dass es das Ziel eines Lebenslaufs ist, sich im besten Licht darzustellen und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Ihr Lebenslauf ist wahrscheinlich der erste Eindruck, den ein möglicher Arbeitgeber von Ihnen erhält, also muss er wirken. Arbeitgeber erhalten oft hunderte von Lebensläufen, sodass Ihrer auffallen muss, wenn Sie es zu einem Vorstellungsgespräch bringen wollen. Erwähnen Sie Dinge, in denen Sie gut sind, aber schießen Sie nicht über das Ziel hinaus. Arbeitgeber haben meist nicht die Zeit, massenhaft Informationen zu lesen, also halten Sie sich klar, prägnant und zielgerichtet - und achten Sie darauf, nicht zu lügen oder zu übertreiben, Sie könnten sonst im Interview ertappt werden.
Entscheiden Sie nun, ob die Aussage richtig oder falsch ist.
Wählen Sie jeweils den richtigen Begriff für die angegebenen Definitionen aus.
- Erfolg
- auf etwas achten
- auffallen
- chronologisch
- einander gleichen
- ertappt werden
- massenhaft
- sich im besten Licht darstellen
- umgekehrte Reihenfolge
- über das Ziel hinausschießen
Hier ist ein einfacher chronologischer Lebenslauf.
LEBENSLAUF
Persönliche Daten
| Name und Anschrift: | Michael Förster Berliner Straße 34/5 1020 Wien |
|---|---|
| Telefon: | 01-2342598 |
| E-Mail: | m.foerster@wien.at |
| Geburtsdatum und -ort: | 26. April 1978 in Wien |
| Nationalität: | Österreicher |
| Familienstand: | ledig |
Schulbildung und Studium
- 1996 - 2002:
- K.-F. Universität Graz: Studium Anglistik und Germanistik Lehramt Abschluss: Magister der Philologie
- 1988 - 1996:
- Karl-Renner-Gymnasium, Wien Abschluss: Matura (Ausgezeichneter Erfolg)
Berufserfahrung
- seit 2004:
- AHS-Lehrer für Englisch und Deutsch, Akademisches Gymnasium, Wien. Klassenvorstand Oberstufe; Leiter des Schüleraustauschprogramms mit Irland; Organisation diverser schulischer Aktivitäten.
- 2002 - 2004:
- Deutschlehrer an der österreichischen Schule in Budapest, Ungarn. Mitglied des Lehrplan-Projektteams; Organisation von Austauschprogrammen.
- 2000 - 2001:
- Foreign Language Assistant, Putteridge Highschool, Luton, UK. Deutschlehrer für 10- bis 16-Jährige. Selbstständiges Erstellen von didaktischen Materialien.
Sonstige Qualifikationen
| 2001: | Cambridge Certificate of Proficiency in English |
|---|---|
| 2003: | Europäischer Computerführerschein (ECDL) |
| 2004: | ECDL Advanced (alle Module) |
Sprachkenntnisse
Englisch und Französisch in Wort und Schrift; Grundkenntnisse Italienisch.
Hobbys und Interessen
Reisen, europäische Kultur; Fremdsprachen; Lesen; Musik; Sport.
Michael Förster interessiert sich für die Stelle als Deutschlehrer in einer privaten Sprachschule in Straßburg. Beantworten Sie die folgenden Fragen über Michael und seinen Lebenslauf.
Hier ist ein Beispiel eines nicht tabellarischen Lebenslaufs. Diese Art des Lebenslaufs ist in der Wirtschaft in den deutschsprachigen Ländern eher unüblich. Man braucht sie manchmal, wenn man sich um Ausbildungen und dergleichen bewirbt.
LEBENSLAUF
Hoozit Menterbi
Schöneberger Allee 22
10115 Berlin
hoozit@denet.de
Mein Aufenthalt in Südamerika hat mich dazu veranlasst, mir neue Karriereziele zu überlegen. Ich würde gerne auf dem Gebiet der Wohlfahrt arbeiten, besonders für eine Organisation im Bereich der Kinderwohlfahrt. Mein Ziel ist es, mithilfe meiner Design- und Kommunikationsfertigkeiten das Bewusstsein in Bezug auf die Probleme von Entwicklungsländern zu steigern.
Schlüsselfertigkeiten
Die Fähigkeit zu planen, zu organisieren und Dinge auch in schwierigen Situationen am Laufen zu halten. Gesteigertes Bewusstsein in Bezug auf andere Kulturen und die Auswirkungen der Armut auf Kinder. Erfahrungen in der Produktion von PR-Material für eine Reihe von Medien. Kompetenz in Bezug auf Internet und Webdesign-Software. Erfahrungen in den Bereichen Marketing, Werbung und Konferenzorganisation.
Berufliche Erfahrungen
- Oktober 2003 - Juli 2004:
- Reisen und Arbeiten in Südamerika. Hauptsächlich Sprachlehrer und Dienstleister in Kolumbien.
- 2000 - 2001:
- Multimedia-Designer, BaumDesign, Dresden.
Schlüsseltätigkeiten und -eigenschaften
Mitentwicklung von CDs, Webseiten, Broschüren und Werbematerial. Mitglied im Kreativteam bestehend aus fünf Designern und Textern. Kenntnisse in Bezug auf PR- und Marketingstrategien. Takt, diplomatisches Geschick und die Fähigkeit mit allerlei Menschen umzugehen. Mit engen Zeitplänen zurechtkommen.
Qualifikationen
- 1998:
- Universitätslehrgangsdiplom Mediendesign und Kommunikation, Universität Dresden.
Schlüsseltätigkeiten
Entwicklung von Multimediafertigkeiten. Entwicklung visueller und schriftlicher Kommunikationsfertigkeiten. Projekt: Evaluierung der Auswirkungen von Werbematerial.
Hobbys und Interessen
Reisen, Malen, Sprachen, Klavier spielen.
Hoozit Menterbi bewirbt sich um die Stelle eines Assistant Managers in einer Wohlfahrtsorganisation für Kinder. Beantworten Sie die folgenden Fragen.
Heinz Filser hat Marianne Müller erklärt, wie sie ihren Lebenslauf schreiben soll. Er hat ihr auch einige Beispiele gezeigt. Vervollständigen Sie die Unterhaltung.